Aggressive Parteiwerbung vor Liesinger Schulen

Alle Wahlen wieder: Derzeit sorgt die aggressive Wahlwerbung der Sozialistischen Jugend (SJ) vor Liesinger Schulen für Aufregung.

Konkret, beobachteten besorgte Eltern, wie Jugendliche vor dem GRG 23 in der Anton-Baumgartner-Straße in Liesing, Schülerkalender und Pickerl der Sozialistischen Jugend (SJ) gegen Sebastian Kurz und HC Strache verteilten – leider kein Einzelfall.

Solche Verteilaktionen vor Schulen sind zwar nicht verboten, doch stellt sich die Frage, ob der Wahlkampf unbedingt auch noch vor unseren Schulen ausgetragen werden muss.

Dass an Schulen politische Bildung gelehrt wird, ist wichtig. Schüler sollten durch gezielte politische Bildung, das politische System in Österreich verstehen lernen. Von der Entstehung eines Gesetzes über die Bedeutung des Parlamentarismus bis hin zur Bürgerbeteiligung – all das gehört zu einer grundlegenden Allgemeinbildung.

Da braucht es nicht noch fragwürdige Verteilaktionen, deren einziger Zweck nicht die Bildung, sondern die Beeinflussung ist.

Bei Lehrer, Schülern und Eltern sorgt diese Art der aggressiven Werbung jedenfalls für Aufregung, denn solche Aktionen haben vor Schulen nichts verloren!

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Zur Information – Originaltext auf der Internetseite der Sozialistischen Jugend:

Eltern, LehrerInnen und sogar Pfarrer sagen uns, mit wem wir wann schlafen und ob wir verhüten dürfen. Wenn man SEX sagt oder sich darüber informieren will, werden die Gesichter der Gefragten rot. Der Storch bringt keine Babys. Babys haben auch nichts mit Bienen und Blumen zu tun. Babys bekommt man durch SEX!

 

Endlich Klartext reden – Ficken, Fisten, Masturbieren

Sexualität ist nichts, wovor man sich verstecken muss. Wir wollen keine Gesellschaft, in der man das S-Wort nicht verwenden darf und in der LehrerInnen und Eltern rot werden, wenn man sie darauf anspricht. Oder wenn uns sexuell frustrierte Pfarrer sagen, mit wem wir wann schlafen und ob wir verhüten dürfen.

Für eine offene, selbstbestimmte und bunte Sexualität!

Wir wollen schlafen, mit wem wir wollen – und auch offen darüber reden. Ob Hetero- oder Homosexuell – SEX ist für alle da!

Kostenlose Verhütungsmittel

Rund die Hälfte der ÖsterreicherInnen sagt, sie würden anders verhüten, wenn es gratis wäre. Gerade wir Jugendliche können aus Kostengründen nicht zwischen Kondom, Pille, Hormonspirale usw. wählen. Verhütung darf keine Frage des Geldes sein.

Sexualität in die Schule 

Sexualkundeunterricht in der Schule beschränkt sich meistens auch Frontalunterricht! LehrerInnen sind meistens nicht ausreichend ausgebildet, um über ein so sensibles Thema mit Jugendlichen zu sprechen. Sexualkundeunterricht muss anders aussehen und von schulexternen SexualpädagogInnen unterrichtet werden.